Einleitung

Tools, mit denen man Oracle-Datenbanken administrieren kann, gibt es viele. Nun gibt es also noch ein Tool auf dem Markt – den quasiDBA. In unseren Workshops stellen Skeptiker meist sehr schnell die Frage: „Wie habt Ihr das denn mit dem Backup und Recovery gelöst? Kann der quasiDBA das?“

Und ob!

Wenn man einige überschaubare Grundeinstellungen vorgenommen hat, ist das relativ einfach – letztlich generieren wir GUI-gestützt RMAN-Skripte! Das Recovery basiert auf dem ab 11g verfügbaren Recovery Advisor. Dieses Oracle Feature ermittelt die Probleme und kann diese meist eigenständig lösen. Das notwendige Hintergrundwissen wird damit reduziert, eventuelle Unsicherheiten verlieren an Bedeutung.

In diesem Dokument möchte ich zeigen, wie einfach mit quasiDBA ein Backup geplant und ein Recovery durchgeführt werden kann.

Voraussetzungen

Allgemeines

Damit man mit quasiDBA alle Funktionalitäten nutzen kann, benötigt man einen installierten Oracle-Client. Weiterhin muss nach der quasiDBA-Installation einmalig unter dem Punkt Einstellungen (links unten) -> Konfiguration ein QUASIDBA-Schema konfiguriert werden. Danach sollte ein Neustart erfolgen. Ist das QUASIDBA-Schema ordnungsgemäß konfiguriert, sind alle Symbole der Startseite aktiv.

Im nächsten Schritt werden in der gleichen Konfigurationsmaske noch folgende Parameter eingetragen:

–       Pfad des installierten Oracle-Clients

–       Standardordner für die Speicherung von Skripten

–       Pfad zur Konfigurationsdatei der Umgebungsvariablen

quasiDBA-B&R-Konfiguration

Damit sind die allgemeinen Vorbereitungen erfolgreich abgeschlossen.

Grundeinstellungen

Die Grundeinstellungen für das Backup erfolgen im Menüpunkt Sichern und Wiederherstellen – Einstellungen – Sicherung.

Hier ein Beispiel für ein Backup to Disk in einen dedizierten Speicherort außerhalb der Fast Recovery Area:

quasiDBA-B&R-Grundeinstellungen

quasiDBA-B&R-Grundeinstellungen

Im Bereich Sichern und Wiederherstellen – Einstellungen – Wiederherstellung können Sie prüfen, ob der Archivelogmodus aktiv ist und welche Ziele konfiguriert wurden.

Im Menüpunkt Sichern und Wiederherstellen – Einstellungen – Wiederherstellungskatalog kann ein Recoverycatalog angelegt werden.

Backup

Die Grundeinstellungen wurden vorgenommen  – wie sichern wir nun unsere Datenbank mit quasiDBA?

Das eigentliche Backup konfigurieren wir unter Sichern und Wiederherstellen – Sichern. Da die RMAN-Konfiguration ja bereits erfolgt ist, ist das eigentliche Backup nun nicht mehr schwer.

Zunächst Parametrisieren wir hier unsere Sicherung, legen also z.B. fest, ob es ein Full Backup werden soll, wie viele Datenfiles im Backupset enthalten sein sollen, ob man auf Disk oder Band sichern möchte und wie mit den Archivelogs verfahren werden soll:

quasiDBA-B&R-RMAN-Script

Ist alles eingestellt, wird über die Schaltfläche „Sicherungsskript“ genau dieses generiert:

quasiDBA-B&R-04

Im oberen Block befinden sich die RMAN-Befehle. Im unteren Bereich werden diese in einem Batchfile gekapselt, was auf dem DB-Server im anfangs konfigurierten Skriptordner abgelegt wird. Da das genutzte Betriebssystem bekannt ist, werden automatisch auch die richtigen Batchdateien –  also sh- bzw. bat-Skripte generiert.

Nun hat man noch die Wahl, die Sicherung sofort auszuführen, oder basierend auf dem Oracle-Scheduler eine Sicherung zu planen:

quasiDBA-B&R-05

Der Backupzyklus wird über den Reiter „Ausführungsplan“ eingestellt:

quasiDBA-B&R-06

Den laufen Job sieht man dann im Jobsystem unter DB-Wartung – Datenbank-Jobs – Scheduler-Jobs:

quasiDBA-B&R-07

Ist die Sicherung beendet, findet man diese im Bereich Sichern und Wiederherstellen – Aktuelle Sicherungen verwalten:

quasiDBA-B&R-08

Weiterhin kann man detaillierte Informationen zur Sicherung einschließlich des Logfiles unter Sichern und Wiederherstellen – Sicherungsberichte  erhalten:

quasiDBA-B&R-09

quasiDBA-B&R-10

quasiDBA-B&R-11

Recovery

Nachdem wir nun ein vollständiges Backup erzeugt haben, probieren wir mal ein Recovery mit dem quasiDBA aus. Man wird sehen, dass das sehr einfach ist.

Wie schon eingangs gesagt, basiert unsere Recovery-Funktionalität auf dem Recovery Advisor von Oracle. Standard-Recovery-Situationen können damit halbautomatisch gelöst werden. Darüber hinausgehende Aktionen – wie z.B. ein zeitbezogenes Incomplete Media Recovery  – werden in dieser Version noch nicht unterstützt, liegen in der Regel aber auch nicht im Aufgabenbereich des Anwendungsadministrators.

Zunächst löschen wir mal völlig unbeschwert ein Datenfile unserer Versuchsdatenbank – natürlich gleich system01.dbf ! Dass unsere Datenbank nun „meckert“ sollte eigentlich normal sein…

quasiDBA-B&R-13

Hm, wir sind also nun in der Mount-Phase. Der Skeptiker wittert seine Chance – kommt  quasiDBA damit klar?

Schauen wir mal – zunächst starten wir quasiDBA neu und melden uns an: Der quasiDBA startet, es sind aber natürlich nur die Bereiche nutzbar, die in der Mount-Phase Sinn machen, wie z.B. die Wiederherstellung:

quasiDBA-B&R-14

Im Bereich Wiederherstellung wird unser verlorenes Datenfile als Problem aufgelistet. Es ist das einzige aktive Problem – die anderen Einträge stammen von zuvor durchgeführten Tests:

quasiDBA-B&R-15

Bevor wir den Schaden reparieren können, müssen zuerst die Vorschläge generiert werden:

quasiDBA-B&R-16

quasiDBA-B&R-17

Erst danach werden die Schaltflächen „Vorschau“ und „Reparatur“ aktiv. Ist man unsicher, können die geplanten Recovery-Aktivitäten per Vorschau  simuliert werden:

quasiDBA-B&R-18

Die Schaltfläche „Reparatur“ startet dann den eigentlichen Restore / Recovery-Vorgang:

quasiDBA-B&R-19

Nach der Behebung des Schadens ist die Datenbank wieder online!

quasiDBA-B&R-20

Fazit

Mit unserem quasiDBA können Sie Ihre Datenbank-Sicherung schnell und effizient planen, durchführen und überwachen.

Speziell auch beim Recovery reduziert er das notwendige Wissen und unterstützt Sie in dieser nicht alltäglichen Situation. Damit werden eventuelle Folgefehler vermieden und Sie sind schnell wieder produktiv!

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